Estelle Weber

 

Estelle wurde in Ulm geboren und begann im Alter von 5 Jahren Geigenunterricht zu nehmen. Sie erhielt mehrere erste Preise in nationalen und internationalen Wettbewerben wie zum Beispiel:

– 1. Bundespreise Jugend Musiziert 2014 und 2017
– 1. Preis interntionaler Violinwettbewerb „Violin & Friends“ in Malta
– 1. Preis internationaler Wettbewerb „Musikalisches Feuerwerk“ in Mühlacker.

Seit 2006 wird sie von Frau Natalija Raithel aus München an der Musikschule Giengen an der Brenz unterrichtet. Sie spielt zusätzlich seit ihrem 8. Lebensjahr Klavier und wird seit 2011 gesanglich ausgebildet.
2014 wurde sie von Herrn Professor Christian Sikorski als Jungstudentin an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Stuttgart aufgenommen. Mehrere Meisterkurse in der Schweiz, Frankreich, Malta, Deutschland und der Tschechischen Republik sind Teil ihres Engagements auf ihrem Instrument.

Estelle ist Stipendiatin der Hermine-Klenz Stiftung und der Deutschen Stiftung Musikleben und erhielt ein Instrument aus dem Instrumentenfond dieser Stiftung für ihre bereits in jungen Jahren gezeigten Leistungen.

Sie ist neben ihrem Interesse an Kammermusik auch als Solistin u.a. in Paris, Prag, München, Stuttgart, Bukarest, Valetta und St. Julian auf Malta aufgetreten.

Estelle im Interview

Geige Grafik

Warum und seit wann spielst du Geige?
Mit vier Jahren habe ich im Fernsehen jemanden das erste Violinkonzert von Paganini spielen hören und war so begeistert von der Virtuosität und dem Klang, das ich unbedingt Geige lernen wollte. Mit fünf Jahren habe ich dann angefangen, also vor beinahe 12 Jahren.

Was fasziniert dich am meisten an Musik und warum?
Musik ist etwas Allgegenwärtiges. Sie begleitet einen ein Leben lang, erzeugt große Gefühle und Momente des Zusammenseins. Ich finde es toll, wie Musik die Menschen miteinander verbindet- weil es eine der wenigen Sprachen ist, die wir alle sprechen.

Welcher Komponist begeistert dich a meisten und warum?
Ganz kann ich mich da nicht festlegen. Es gibt unglaublich viele Komponisten, jeder mit seiner eigenen Idee  und Ansicht. Doch wenn ich einen nennen müsste wäre es Bach, da seine Stücke aufgrund der Polyphonie so viele Facetten aufweisen wie bei wenigen Anderen.

Was sind deine Zukunftspläne?
Ich würde sehr gerne mit meiner Geige die Musik zu so vielen Menschen wie möglich  bringen, sei es in Form von Konzerten oder später vielleicht auch als Lehrer.

Wie kamst du zu dem Quartetto Paganino?
Zu dem Quartett kam ich fast durch Zufall. Als sich Herr Wyneken- der mit uns die letzten (fast) zwei Jahre stets unermüdlich mit uns arbeitete- an mich aus einem Vorspiel des Landeswettbewerbs von Jugend Musiziert erinnerte, schlug er mich vor. Daraufhin bekam ich die Anfrage und als ich schließlich kurz darauf die bereits bestehenden Teilnehmer des Quartetts kennenlernte, war mir eigentlich sofort klar, dass ich mitmachen wollte.

Warum zählt deiner Meinung nach das Quartett zu den anspruchsvollsten Musikformationen
Im Quartett muss eine gewisse Harmonie herrschen. Ob von dem Tembre, der Höhen und Tiefen oder der Reichweite- das zusammen auf einen Nenner zu bringen erfordert viel Hellhörigkeit und Fingerspitzengefühl.

Wie meistert ihr alle gemeinsam diese Herausforderung?
Da gilt eigentlich vor Allem eins: Üben, üben, üben!

Welches Stück aus eurem bisher erlernten Repertoire gefällt dir am meisten und warum?
Am besten gefiel mir bisher das achte Streichquartett von Dimitri Shostakovich, nicht nur, weil wir an diesem Stück besonders intensiv gearbeitet haben, aber auch weil es mein Verständnis für das Quartett als Formation immens erweitert hat.

Wie stellst du dir die Zukunft des QPs vor?
Ich wünsche mir, dass wir weiter so arbeiten, wie wir es bisher gemacht haben und auch weiterhin an dieser großen Freude und dem Elan am gemeinsamen Musizieren nicht gespart wird.

Bilder